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Hausbau in Thailand

(Informationen aus 2011/12)

Im Vorfeld unseres Projektes hatte ich viel gelesen und gehört über Hausbaugeschichten in Thailand. Natürlich die wildesten Stories mit so manchen Problemen und Enttäuschungen. Unser Projekt sollte ganz gemächlich starten. Wir haben uns zunächst durch Herumfragen schlau gemacht, wo gute Architekten und Bauunternehmer zu finden seien. Das war erst gar nicht so einfach, aber dann hat uns ein Restaurantbesitzer einen Bauunternehmer empfohlen und eine Zusammenkunft vermittelt. Der erste Eindruck war nicht so begeisternd, da dieser ziemlich uninteressiert tat, keine Fragen stellte und mich auch keines Blickes würdigte. Aber als wir ein Musterhaus von ihm ansahen, waren die ersten Zweifel verschwunden, denn das Haus hatte sehr gute Qualität und seine Besitzer schienen sehr zufrieden. Wir waren uns also schon fast einig, dass er den Bau starten solle, wenn die Architektenzeichnungen vorliegen. Den Architekten hat er uns dann auch gerne genannt. Nach dreimaligem Treffen mit dem Architekten in einer Autobahnraststätte waren die Zeichnungen fertig nach unseren Wünschen. Für ganze 5000 Baht (2011 = 200€) gab es diese Leistung. Seine Arbeit war damit erledigt. Wir haben ihn nicht mehr gesehen oder gebraucht.

siehe Diaschau vom Hausbau  

Hausbau in ThailandAlles Weitere wird mit dem Bauunternehmer besprochen, auch Änderungen. Ein Besuch des potentiellen Bauunternehmers vor Ort erbrachte wenig Greifbares seinerseits, und ein weiterer Termin, zu dem er einen Kostenvoranschlag mitbringen sollte, verlief ohne Angebot im Sande. Er kam, brachte aber nichts mit, das als Vertragsgrundlage hätte dienen können. Am selben Abend bekamen wir von meiner Frau´s Schwester einen alternativen Bauunternehmer genannt, der aus der Nähe stammt, und den sie kennt. Nicht lange gezögert, trafen wir uns bereits am nächsten Tag mit ihm und waren überrascht, dass er gut vorbereitet kam und uns sehr freundlich behandelte. Bereits nach dem ersten Kontakt war mir klar, dass wir das Geschäft mit ihm machen und nicht mit dem ersten. Der Besuch eines seiner Musterhäuser (*) überzeugte uns genauso, wie die Qualität des ersten, und so vereinbarten wir einen Termin zur Besprechung eines Angebotes und Vertrages am folgenden Samstag. Dass wir wegen des kalendarisch günstigen Baustarttermines etwas unter Zeitdruck standen, schien ihm nur recht zu sein. Er könne sofort mit den Arbeiten beginnen. Sein Kostenangebot erschien uns zunächst schlüssig und der Vertrag fair. Erst beim zweiten Durchsehen kamen uns Zweifel und Fragen zur Kalkulation. Einiges war definitiv falsch kalkuliert, anderes mit Absicht anders dargestellt. Begründung: es solle besser aussehen. Bislang habe seine Kalkulationen noch niemand so genau hinterfragt.
Nachdem dann einiges geklärt und berichtigt war, wir uns zu manchem Selbstkauf entschlossen, und so deHausbau in Thailandn vertraglichen Kaufpreis auf ein akzeptables Maß reduziert hatten, war der Vertrag besiegelt und der Baustart konnte erfolgen. Das war dann auch direkt am nächsten Tag der Fall, als der Bauunternehmer mit seinem kleinen Team erschien und die Baustelle vorbereitete. Es war ein Sonntag. Nun war ich gespannt, was auf uns zukommen würde. Wie arbeiten diese Leute ? Kommen sie täglich ? Muss man sie dauernd kontrollieren und beaufsichtigen ? Machen sie Fehler und Unsinn ?
Bis zum Zeremonientermin sollten nur vorbereitende Arbeiten erfolgen, denn der erste Pfeiler sollte des Glückes wegen erst am Freitag mit entsprechender Zeremonie gesetzt werden. Bis zu diesem Tag war ich schon überrascht, wie konsequent die Arbeiten erfolgten. Die ersten Löcher für die Stützpfeiler waren bereits gegraben. Sand, Kies, Zement und Stahl bereits angeliefert. Die Arbeit begann morgens um 8 Uhr und endete abends nach fünf. Mittagspausen und weitere Pausen wegen der Hitze natürlich notwendig. Aber das aus Frauen und Männern gemixte Team, das teils mit Barfuß und Flipflops arbeitete (ansonsten eingehüllt in T-Shirts als Kopfbedeckung), machte mir einen guten Eindruck bezüglich seiner Arbeitsmoral und Arbeitsleistung. Zudem vermittelten sie den Eindruck, als würden sie gerne hier arbeiten.

 

Übrigens: wir brauchten weder eine Baugenehmigung, noch eine Statik, noch eine Bauvorhabensanmeldung. Und ein Anschluss an die Kanalisation war mangels Vorhandensein nicht notwendig. Der Anschluss an das Strom- und Wassernetz des Ortes geschah in Eigenleistung. Lediglich die Zähler mussten gekauft werden. Keine offizielle Stelle hat unser Haus genehmigt oder abgenommen.

Hausbau in ThailandDie durchweg sonnigen Tage vergingen ohne Probleme und brachten jeweils erhebliche und sichtbare Fortschritte am Bau. Materialien und Sand wurden immer zeitgerecht gebracht, kein Arbeiter fehlte auch nur einen Tag. Sogar die Dachziegel und Dachträger kamen nach zwei Wochen an einem Samstagabend. Die Arbeit begann in den ersten vier Wochen immer pünktlich vor acht und endete meistens nach fünf Uhr. Dabei schien die Arbeitslaune immer gut zu sein. Natürlich beobachtete ich einige Dinge, die so manchem Deutschen zumindest ein Kopfschütteln abverlangt hätten. Z.B. wurde zumeist mit Augenmaß gearbeitet. Eine Wasserwaage habe ich nie gesehen. Der Vibrator zur Verfestigung des Betons gab schon nach kurzem seinen Geist auf und wurde dann nicht ersetzt (außer durch Klopfen mit dem Hammer). Schutzkleidung ist nicht vorgesehen, und auch beim Besteigen von Gerüsten kann mit Flipflops oder zu großen Gummistiefeln gearbeitet werden. Aber: nach vier Wochen waren alle Betonarbeiten ohne Unfall erledigt, die 31 (das sind viele) Stützpfeiler standen und die Wandfundamente und der Betonfußboden waren gegossen. Die wichtigsten Arbeiten am Fundament und Skelett unseres Hauses waren also problemlos erledigt worden. Ich staunte, es sah gut aus, und ich freute mich. Die richtige Entscheidung für den richtigen Bauunternehmer. Großer Dank an die Schwester meiner Frau !

Hausbau in ThailandDer Bauunternehmer war übrigens jeden Tag mit auf der Baustelle, nicht nur zur Überwachung, sondern auch als tätiger Mithelfer und freundlicher und zuvorkommender Ansprechpartner in allen unseren Fragen und Änderungswünschen. Diese ließen sich praktisch täglich realisieren, wenn es sich um kleinere Dinge handelte, die sich erst beim Bauen ergaben. Aber das ging dann umgehend und ohne Probleme. Wir schlossen diese erste Bauphase mit einem kleinen Grillevent, das dem 12-köpfigen Team zu gefallen schien, nach kanpp vier Wochen ab. Dieses Team fing an mir zu gefallen.

Dennoch war die Bauphase extrem anstrengend, denn ich konnte mich mangels Thaikenntnissen nicht mit den Leuten unterhalten. Meine Frau musste alles regeln und war damit überfordert. Die Hitze machte uns zudem zu schaffen. Während der gesamten Bauzeit von Anfang November bis Mitte April hat es nur 6x geregnet. Das war gut für den Baufortschritt, aber bei Temperaturen bis 40 Grad im März nervenaufreibend.

Hausbau in ThailandGegen Ende der Bauphase geriet der Baufortschritt zunehmend ins Stocken. Die Arbeiten verliefen sehr langsam und zäh. Ein Grund war der Fliesenleger, der sich tagsüber auch gerne des Öfteren in die Hängematte legte und kurz vor Ende des Baus auch den einen oder anderen Schluck Alkohol zu sich nahm. Der Bauunternehmer verlor zudem die Lust und Energie an unserem Projekt, da er ein neues angeheuert hatte. Wir mussten also drücken und reklamieren, fast jeden Tag. Schließlich hatte der Bauunternehmer uns zugesagt, dass wir zu Songkhran (Mitte April) einziehen könnten. Das wurde dann noch knapp, klappte aber. Leider unter etwas negativen Randbedingungen, denn der Bauunternehmer war verärgert über seinen Fliesenleger und floh geradezu von der Baustelle. So konnten wir die geplante Abschlussfeier mit dem Bauteam nicht mehr durchführen, bekamen einen Nachlass von 50.000 Baht und sahen ihn nicht mehr.. Das hinterlies einen schlechten Eindruck, obwohl wir im Ganzen zufrieden waren mit unserem Haus, wenn man großzügig über Stümpereien und einigen Pfusch hinwegsieht.

Die Krönung des ganzen Projektes erfuhren wir jedoch erst ein halbes Jahr später, als sich herausstellte, dass das Haus, das der Bauunternehmer uns als Referenz gezeigt hatte, gar nicht von ihm gebaut worden war. So blieb in uns der Eindruck, unser Haus war sein erstes Projekt dieser Art, und wir hoffen täglich, dass uns das Dach nicht auf den Kopf fällt.

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siehe Diaschau vom Hausbau  

 

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